Riesenseifenblasen auf dem Kiez- und Lettefest 2025
Riesenseifenblasen auf dem Kiez- und Lettefest 2025 / Foto: © Antonia Richter
Rekordbeteiligung beim Kiez- und Lettefest
Am Freitag, den 26. September 2025, fand unter dem Motto „Letteplatz lebt Vielfalt – dafür feiern wir!“ das gemeinsame Lettefest und Kiezfest der Kiezrunde Ost statt. Parallel dazu feierte die Reginhard Grundschule ihr alljährliches Schulfest. Am Anfang sah es so aus, dass der herbstliche Wind die gute Stimmung davon weht. Aber es kam anders.

Offiziell eröffnet wurde das Kiez- und Lettefest von der Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Korinna Stephan, sowie dem Stadtrat für Jugend und Familie, Alexander Ewers. Das Quartiersmanagement Team bedankte sich bei der Projektkoordinatorin Vivien Maricano von Aufwind gGmbH und den Einrichtungen aus dem Kiez, die sich an der Organisation des Festes beteiligt haben.
Korinna Stephan verwies auf das, was bislang für die Bewohnerschaft im Kiez erreicht wurde, darunter das geplante Nachbarschaftszentrum. Für die Politik, so Alexander Ewers, seien Termine wie das Kiezfest ein Impulsgeber: „Die Bedarfe, die wir hier erfahren, versuchen wir in unsere tägliche Arbeit einfließen zu lassen.“ Abschließend begrüßte Antje Mikolajski, die Rektorin der Reginhard Grundschule alle Anwesenden und outete sich als Kiezfest-Fan: „Mir geht’s super, es ist für mich der schönste Tag im Jahr.“

Das Kiez- und Lettefest ist mittlerweile zu einer Tradition geworden. Dieses Jahr wurden 50 Marktstände aufgebaut - so viele wie noch nie.
Damit sich möglichst alle wohl und sicher fühlen, gab es auch in diesem Jahr ein Awareness-Team.

Zur Tradition des Kiez- und Lettefestes gehört freilich auch, dass das Wetter oft herbstlich wechselhaft ist. Dieses Jahr war es an Gerd vom Theater Showfenster, eine skeptische Prognose zu äußern. Zu Beginn des Festes um 14 Uhr war der Platz fast leer. „Ich glaube nicht, dass viele Leute kommen. Das Wetter spielt nicht mit“, sagte Gerd. Zwei Stunden später revidierte er seine Meinung, mittlerweile waren viele Familien da, die Kids tanzten zu HipHop-Beats, kleine und große Leute holten sich an den Ständen Kuchen oder herzhaftes Essen. Und überall kamen Menschen miteinander ins Gespräch. Ulrich Droske, der Gründer des Deutsch-Polnischen Hilfswerks: „Man kann auf so einem Kiezfest vieles gemeinsam erleben und es stärkt die Nachbarschaft.“

Für die Einrichtungen, die mit Ständen auf dem Fest vertreten waren, war es eine super Gelegenheit, sich bekannt zu machen. So wie für die Berliner Feuerwehr, die mit einem Einsatzfahrzeug und mehreren Mitarbeitern angereist war, darunter der Kiezbeauftragte der Feuerwache Wedding, Ole Köhler: „Wir haben seit zwei Jahren gemeinsam mit Outreach das ‚Kiezprojekt‘. Ziel ist es, mit Jugendlichen in den direkten Kontakt zu treten, weil wir vor zwei Jahren so schlimme Erfahrungen gemacht haben, als es Angriffe auf Einsatzkräfte gab. Wir dachten uns, wir können ja nicht immer nur rummaulen, wie schrecklich alles ist, sondern wir müssen aktiv sein und auf die Leute zugehen.“
Neben den Gesprächen mit Zielgruppen war das Lettefest auch eine gute Plattform, um sich mit anderen Einrichtungen zu vernetzen. Oder zu kooperieren: So konnte zum Beispiel am Stand der Jugendberufsagentur eine Lehrerin für einen Schüler den Kontakt zu einer Ausbildungswerkstatt herstellen.

Text: Webredaktion QM Letteplatz 2025 / Fotos: Antonia Richter
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